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Letztes Update: 25. April 2019 – 8:12

 

Die Einführung von 5G in Europa schlägt nach wie vor hohe Wellen. Auf der einen Seite stehen die großen Schweizer Anbieter Swisscom, Sunrise und Salt, auf der anderen die vehementen Gegner und ihre gesundheitlichen Bedenken. Höchste Zeit für eine Zusammenfassung: Wann kommt 5G in der Schweiz?
Was wird 5G für Privatnutzer bedeuten, und besteht eine Gefahr für die Gesundheit durch erhöhte Strahlungswerte? Diese und weitere Fragen beantworten wir hier!

Wussten Sie schon: Mit 5G könnte über ein Gigabyte an Daten pro Sekunde übermittelt werden. Das wäre ein HD-Kino-Film in etwa fünf Sekunden.

Was bedeutet 5G eigentlich?

Insgesamt 380 Millionen Franken haben Swisscom, Sunrise und Salt sich die 5G-Frequenzen kosten lassen. Und das, obwohl 5G-fähige Smartphones noch längst nicht im europäischen Raum angekommen sind.
Was macht also die neueste Mobilfunknetz-Generation so besonders?

5G versus 2G/3G/4G: Wie schnell ist das neue Netz?

Das 5G-Netz gilt als Nachfolger von LTE, auch als 4G bekannt. Was die Leistung betrifft, träumt man bei 5G groß; die neue Generation soll folgendes können:

  • noch schnellere Datenübertragung

Das am häufigsten genannte Beispiel ist der blitzschnelle Download, den 5G ermöglicht: In unter einer Minute soll man einen ganzen Film herunterladen können. Offiziell heißt es, 5G soll hundertmal so schnell übertragen können wie das neun Jahre alte 4G, d.h. bis zu 10.000 Mbit/s. In der Praxis muss man allerdings ein bisschen kleiner denken: Die dreifache Geschwindigkeit von 4G+ ist wesentlich realistischer.

  • eine stabilere Verbindung

Bis zu dreimal störungsresistenter als 4G soll das 5G-Netz sein. Dadurch, dass die Verbindung nicht ständig neu aufgebaut werden muss, sinkt sogar die Strahlenbelastung, doch dazu später mehr.

  • äußerst niedrige Reaktionszeiten

Von 5G verspricht man sich eine Reaktionszeit (Latenzzeit) von rund 1 Millisekunde. Damit würde es sich quasi um Echtzeit-Übertragung handeln – was besonders im Industrie- und Medizinbereich als großes Potenzial gewertet wird. Selbstfahrende Autos, digitalisierte medizinische Behandlung (eHealth) etc.: Entwicklungen wie diese sollen mit 5G-Netzen vorangetrieben werden.

  • Slicing

Netzwerk-Slicing bedeutet, dass jeder Anwendung eine bestimmte Netzkapazität zugeordnet wird. So kommt es nicht oder erst sehr viel später zu Überlastungen; zudem kommt hochfrequente Strahlung nur dort zum Einsatz, wo sie tatsächlich benötigt wird.

Erste 5G Antenne von Sunrise in Oerlikon

Erste 5G Antenne von Sunrise in Zürich Oerlikon

Unterm Strich können wir an dieser Stelle festhalten: 5G ist um ein Vielfaches schneller, weniger störungsanfällig und wird noch weiter an Bedeutung gewinnen. Denn durch das Internet der Dinge (IoT) werden die 4G-Netze jedes Jahr noch etwas stärker ausgereizt: Mehr internetfähige Endgeräte bedeuten auch eine höhere Beanspruchung der Netzwerke.

Obwohl 5G für Privatnutzer vorerst noch eine untergeordnete Rolle spielen wird, ist es auf lange Sicht gesehen ein sehr relevanter Schritt – dem jedoch viele Menschen noch skeptisch gegenüberstehen. Die Befürchtung: Durch das schnellere Netz wird die Strahlenbelastung größer. Was ist dran an der Sorge?

Verursacht 5G eine höhere Strahlenbelastung?

Je häufiger die Verbindung unterbrochen wird, desto stärker ist die Strahlung. Das ist natürlich nur eine grob vereinfachte Darstellung, doch letztendlich bedeutet es, dass die Strahlenbelastung durch 5G eben nicht steigt. Hinzu kommt, dass für das 5G-Netz zunächst Frequenzen versteigert wurden, die ohnehin schon seit Jahren genutzt werden.

Eine große Rolle spielt abgesehen davon der Abstand zur Strahlungsquelle: Experte Martin Röösli vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut erklärt in diesem Interview, dass potenziell schädliche Strahlung nicht etwa von 5G-Antennen ausgehe. Vielmehr seien die (alten) Handys das Problem, so Röösli – ein Argument, das wir später noch näher untersuchen werden.

Fakt ist: Der Datenübertragungsbedarf wird konstant weiterhin steigen. Würde man sich also nach wie vor „nur“ auf 4G verlassen, ist es sogar wahrscheinlich, dass die Strahlenbelastung größer wäre als mit 5G. Fakt ist aber zugleich, dass 5G deshalb nicht automatisch über jegliche Kritik erhaben ist.

Die 4 wichtigsten Fakten zum 5G-Netz in der Schweiz

Mobilfunkstrahlung ist unsichtbar und wirkt daher für manche umso bedrohlicher. Neben den gesundheitlichen Bedenken der 5G-Gegner steht noch die Tatsache, dass es bisher auf dem Schweizer Markt ohnehin keine Geräte gibt, mit denen eine Nutzung überhaupt möglich wäre.

Die Kritik der Gegner: 5G und die Gesundheit

Sektenprediger, die per viralem Whatsapp-Video Panik vor 5G schüren wollen und Berichte, die Strahlung eines 5G-Tests habe massenweise tote Vögel vom Himmel fallen lassen: Gegner des superschnellen Netzes haben sich schon so einiges einfallen lassen.

Bis zu einem gewissen Grad ist der Gegenwind nachvollziehbar, ist doch Handystrahlung unsichtbar und für Laien ein Thema, bei dem man sich nur schwer eine fundierte Meinung bilden kann. Bis dato gibt es jedenfalls keine Langzeitstudien, die eine negative Wirkung auf den Menschen belegen würden – zumindest keine aussagekräftigen, wie in diesem Futurezone-Artikel erklärt wird:

  • Bei einer Ramazzini-Studie an Tieren starben vor allem männliche Ratten an Tumoren, während weibliche Ratten sowie Mäuse beider Geschlechter so gut wie gar nicht betroffen waren. Daraus lassen sich keine Schlussfolgerungen ziehen, was den menschlichen Körper betrifft.
  • Die Strahlung, der die Tiere ausgesetzt waren, war sehr viel höher, als es im menschlichen Alltag normal ist; zudem wurde der gesamte Körper der Tiere bestrahlt und nicht nur punktuelle Bereiche, wie es bei normaler Handynutzung der Fall ist. Von einem realistischen Setting kann also kaum die Rede sein.
  • Bei derartigen Experimenten lassen sich feste Rahmenbedingungen schaffen und erhalten. Den gleichen Versuchsaufbau mit dem menschlichen Alltag zu vereinbaren, ist so gut wie unmöglich, sodass bei Tumoren nie ganz klar sein kann, ob sie durch die Mobilfunkstrahlung oder andere Umweltbedingungen hervorgerufen wurden.

Zusammengefasst kann man sagen: Die 5G-Technologie, wie sie in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen wird, hat keine bisher nachgewiesenen Folgen für den Menschen. Allerdings ist es möglich, dass nach der 5G-Anfangsphase Millimeterwellen mit hoher Frequenz folgen werden – und welche gesundheitlichen Auswirkungen das womöglich hat, ist unklar.

Der Start: Wann 5G in die Schweiz kommt

Seit März ist das Projekt 5G-Ausbau in der Schweiz in vollem Gang. Swisscom und Sunrise sind in dieser Hinsicht die Vorreiter; eine flächendeckende Nutzung des 5G-Netzes dürfte jedoch frühestens 2020 eintreten. Bisher haben nur eine Handvoll Privatnutzer die Möglichkeit, 5G zu verwenden.

Das liegt unter anderem daran, dass in der Schweiz vergleichsweise niedrige Strahlenbegrenzungswerte gelten. Für die Anbieter ist es vor allem in Städten eine Herausforderung, die Werte nicht zu überschreiten, und es müssen neue Antennen aufgestellt werden. Bis diese in Betrieb genommen werden können, dauert es oft mehrere Jahre.

Die Geräte: Wann 5G-Handys kommen

Dass die tatsächliche Nutzung von 5G noch so in den Kinderschuhen steckt, hängt nicht zuletzt mit den verfügbaren Endgeräten zusammen: Hier sieht es nach wie vor mager aus. Erst Mitte des Jahres soll in der Schweiz das Samsung Galaxy S10 verfügbar sein, eines der ersten Smartphones mit 5G-Chip.

Mit dem Mate X springt auch Huawei auf den 5G-Zug auf; ein weiterer möglicher Kandidat im Rennen ist OnePlus. Am längsten müssen sich wohl Apple-Fans gedulden. Grundsätzlich ist 5G für bisher erhältliche Smartphones jedenfalls noch keine Option.

Die Anbieter: 5G nicht nur bei Swisscom

Bei der großen Auktion Anfang des Jahres ersteigerten drei Anbieter 5G-Frequenzen: Swisscom, Sunrise und Salt. Am begehrtesten waren dabei die 700-Megahertz-Frequenzen, da sie sehr reichweitenstark sind. Für die Abdeckung einer großen Fläche sind also weniger Antennen nötig. In diesem Bereich konnte sich Swisscom den größten Anteil sichern. Alle Details zur Verteilung können Sie hier nachlesen!

Welche Mobilfunkanbieter in der Schweiz werden 5G unterstützen?

Die Frage ist an sich schon beantwortet, doch nun wollen wir natürlich noch wissen, für welche Orte und vor allem für welchen Preis die Anbieter 5G eigentlich schon zur Verfügung stellen. So viel sei schon verraten: Salt hält sich noch sehr bedeckt. Eine Übersicht aller 5G-Antennen finden Sie übrigens beim Bundesamt für Kommunikation.

Der 5G-Netzausbau bei Swisscom

Seit Mittwoch, 17. April sind die ersten Swisscom-Antennen mit 5G in Betrieb. Insgesamt soll 5G laut Anbieter in 54 Standorten Einzug halten, Lieferant ist dabei Ericsson. Wer bei Swisscom 5G nutzen will, braucht einen „inOne mobile go“-Vertrag und zahlt dafür zusätzlich zum Abopreis 10 CHF pro Monat

5G Abdeckung bei Swisscom

5G Abdeckung bei Swisscom

Dabei sollen vor allem kleine Antennen mit schwachen Signalen eingesetzt werden, da sich alles andere im städtischen Raum schwer realisieren lässt. Die Strahlungsintensität einer solchen Antenne ist bei unmittelbarer Berührung – ein nicht gerade alltägliches Szenario – übrigens ähnlich wie die des Smartphones in der Hosentasche.

5G bei Sunrise

5G bei Sunrise in 150 Städten

5G bei Sunrise in 150 Städten

Tatsächlich war Sunrise der allererste Schweizer Anbieter mit freigeschaltetem 5G-Netz, und das sogar mit gehörigem Vorsprung, nämlich schon seit dem 4. April. Die Erlaubnis zur kommerziellen Nutzung der Frequenzen – sprich eine Versorgung, die über Testlizenzen für ausgewählte Kunden hinausgeht – besteht aber erst seit 17. April. Daher ist bisher auch noch nicht bekannt, mit welchem Sunrise-Vertrag schließlich die breite Masse von Kunden 5G nutzen können wird.

Aktuell stellt Sunrise gemeinsam mit dem Lieferanten Huawei in 150 kleinen bis mittelgroßen Gemeinden 5G-Netzanschluss zur Verfügung und will dabei mindestens 80 Prozent der Bevölkerung abdecken. Der Fokus liegt für Sunrise auf ländlichen Regionen, da es dort mehr freie Antennen gibt, während zudem weniger Nutzer gleichzeitig das Netz beanspruchen.

5G bei Sunrise in 150 Städten seit März 2019. Besonders konzentrieren will sich der Anbieter auf Personen, die in 5G-Reichweite leben und keinen Glasfaseranschluss nutzen können. Eine genaue Übersicht der 5G-Abdeckung durch Sunrise finden Sie hier. Wer das Angebot nutzen will, zahlt beim Business-Mobile-Tarif zusätzlich 10 CHF im Monat – allerdings ist die Nutzung nach wie vor einigen wenigen Testkunden vorbehalten.

Besonders konzentrieren will sich der Anbieter auf Personen, die in 5G-Reichweite leben und keinen Glasfaseranschluss nutzen können. Eine genaue Übersicht der 5G-Abdeckung durch Sunrise finden Sie hier. Wer das Angebot nutzen will, zahlt beim Business-Mobile-Tarif zusätzlich 10 CHF im Monat.

5G und Salt

Anders als Swisscom und Sunrise gestaltet sich das Projekt 5G bei Salt noch vage: Bisher ist nur bekannt, dass die Einführung der neuesten Mobilfunkgeneration für das dritte Quartal 2019 geplant ist, also zwischen Juli und September. Informationen zur Preisgestaltung sucht man vergebens; fest steht nur, dass anders als bei der Konkurrenz nicht Huawei oder Ericsson als Partner fungieren, sondern Nokia.

Wenn nun an dieser Stelle eins klar ist, dann wohl das: 5G birgt riesiges Potenzial in Sachen Digitalisierung, aber zugleich liegt vieles noch im Dunkeln. Im Privatgebrauch werden wir uns noch eine Weile gedulden müssen – wo es keine entsprechenden Geräte gibt, ist mit 5G nicht viel zu holen. Was wir allerdings mit Sicherheit wissen: Langweilig wird es um das Thema ganz sicher nicht!

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